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Weizenunverträglichkeit - Trend, Fakt, Hysterie?
Weizen macht krank: Dieses Thema wird schon lange von Ärzten, Heilpraktikern und Ernährungswissenschaftler diskutiert. Einige schwören darauf, andere belächeln es als Hysterie. Vermutungen über die Ursachen gibt es mehrere. Die Wissenschaft fängt aber erst jetzt an, anhand zum Teil kleiner Studien, erste fundierte Antworten, Fakten zu finden. Die Lebensmittelindustrie hat das Thema schon längst als Marktchance erkannt und sich mit neuen Produktlinien darauf eingestellt. Denn der Verkauf von weizenfreien Produkten ist, besonders im angelsächsischen Raum, stark im Anstieg.
Für Schär, den europaweit führenden Spezialisten für weizen- und glutenfreie Lebensmittel sind diese Antworten sehr bedeutsam, ist doch dieser Markt und dessen Entwicklung für den eigenen weiteren Erfolg bestimmend. Deshalb arbeitet Schär weltweit mit führenden Wissenschaftlern und Ärzten zusammen, um die Forschung in diese Richtung zu unterstützen.
Schon lange empfehlen Ärzte, besonders Komplementärmediziner, den Konsum von Weizen vom Speiseplan zu streichen oder wenigstens zu reduzieren. Grund dafür sind die daraus resultierenden praktischen Erfolge bei der Behandlung chronischer Leiden. Warum das so ist, weiß man noch nicht genau. Genetische Manipulation und extreme Intensivierung des Anbaus, zu starker einseitiger Getreidekonsum, oder vielleicht eine genetische, weit verbreitete und sich weiter entwickelnde Unverträglichkeit, die Hand in Hand mit der Verbreitung des glutenhaltigen Getreidekonsums einhergeht.
Ein äußerst aufschlussreicher Artikel des italienischen Zöliakieexperten, Prof. Carlo Catassi, zu Geschichte und Geografie der Zöliakie untermauert diese These: Zeitgleich mit der vor 10.000 Jahren begonnenen progressiven Verbreitung des Getreideanbaus und Konsums, von Südanatolien aus auf ganz Europa, haben sich die Fälle von Glutenunverträglichkeit und das Auftreten der entsprechenden genetischen Prädisposition in der Bevölkerung unaufhaltsam mitentwickelt. Die tendenzielle, weltweite Verbreitung der westlichen Ernährungsmodelle, die weitgehend auf Getreidekonsum basieren, lässt zudem sogar auf eine regelrechte Glutenunvertäglichkeits-Pandemie für die Zukunft schließen.
Tatsache ist, dass immer mehr Studien, besonders aus dem angelsächsischen Raum, eines belegen: Werden 100 Menschen auf Glutenunverträglichkeit getestet (Gluten, auch Klebereiweis genannt, ist das Hauptprotein von Weizen), reagieren je nach Land und Testform zwischen 12% und 35% davon positiv darauf. Ein gewaltiges Potential scheint hier brach zu liegen: gesundheitlich und wirtschaftlich.
Denn sollte es stimmen, wie der Neuseeländer Arzt Dr. Rodney Ford vermutet, dass 1/3 aller chronischen Erkrankungen (besonders non Darm, Nerven und Haut) auf Glutenunverträglichkeit zurückzuführen sind, dann ließen sich mit einer Umstellung der eigenen Ernährungsgewohnheiten lang andauernde, Leben mindernde Leiden ohne Medikamente lösen. Neben dem großen Einsparungspotential für das öffentliche Gesundheitswesen würde dies auch eine riesige Erweiterung des Marktpotentials für jene Unternehmen bedeuten, die auf die Produktion von glutenfreien Produkten spezialisiert sind.
Vor dem Hintergrund dieser neuen Studien und Fakten scheint somit der Trend zur weizenfreien Ernährung doch noch ein wissenschaftliches Fundament zu bekommen, das viel Gutes für unsere Gesundheit verheißt. |
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