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Milcheiweiss-Allergie

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Frage zu Milchallergie
Beitrag von
Maria
Gast
Hallo,

bin zufällig auf eure Seiten gekommen und habe eine Frage:
War gestern mit meinem Sohn beim Arzt, weil es ihm nach dem Trinken von Milch immer so schlecht geht (Erbrechen). Der Arzt hat mir erkärt, dass es sich um eine Milchallergie handelt und mir erstmal geraten, die nächsten zwei bis drei Wochen auf Milch, Käse , Joghurt und Quark zu verzichten. Danach sollen wir nochmal testen, ob er die Milch dann verträgt.

Ist es normal, dass der Arzt zu sowas rät? Warum hat der Arzt nicht gleich einen Allergietest durchgeführt?

Danke, Maria
Beitrag vom 06.01.2006, 15:41, insgesamt 1929x gelesenbearbeiten
Re: Frage zu Milchallergie
Beitrag von
Andrea Ciro


Mitglied seit: 25.10.2005
Gesammelte Punkte: 142

Hallo Maria,
vielleicht hatte der arzt nur wenig zeit.. denn eine vernünftige allergieberatung kann sehr aufwändig sein!
sofern die milch-unverträglichkeit erst seit kurzem vorliegt, dann kann diese tatsächlich auch schnell wieder verschwinden.

ansonsten stellen sich zunächst folgende fragen:
a) echte allergie (IgE-vermittelt) auf bestimmtes milcheiweiß: RASCHES erbrechen/übelkeit auch bei kuhmilchkäse? kuhmilchyoghurt? ziegenmilch, -käse? denn manche eiweiße sind hitzelabil oder tierartspezifisch, kann ggfalls. auch labortechnisch abgeklärt werden (spezifisches Nahrungsmittel-Immunglobulin, IgE)
b) unverträglichkeit oder 'unechte' allergie (IgG-vermittelt): VERZÖGERTES erbrechen/übelkeit auch bei kuhmilchkäse? kuhmilchyoghurt? ziegenmilch, -käse? kann ggfalls. auch labortechnisch abgeklärt werden (spezifisches Nahrungsmittel-Immunglobulin G, IgG/IgG4)
c) pseudoallergische reaktion: sehr selten! nebensymptome auch: roter, heißer kopf, unruhe, herzrasen
d) milchzucker-intoleranz (lactoseunverträglichkeit): erbrechen selten, eher darmkrämpfe, durchfälle, blähungen nach ca. 1-3 stunden

ich würde nach zwei wochen erst ziegenkäse, dann kuhmilchkäse, dann yoghurt, und zuletzt kuhmilchkäse (enthält viel milchzucker) versuchen.
ciao ciro
dipl. oecotrophologe
Beitrag vom 06.01.2006, 21:29, insgesamt 1923x gelesen
Re:Frage zu Milchallergie
Beitrag von
Michl3d
Mitglied seit: 30.05.2005
Gesammelte Punkte: 150

Hallo Maria,

also, ob es normal ist, dass der Arzt diese Form der Diagnose so durchgeführt mag mal dahingestellt sein. Da hat sicher jeder seine eigene Philosophie.

Eines kann ich aber sicher sagen: Ich hatte als Kind mit 6, 7 Jahren auch eine Milcheiweissallergie. Habe auch nach dem Milch trinken erbrechen müssen (so kleine weiße "Styroporkügelchen"). Es hat sich im Laufe der Zeit aber eingestellt.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich heute Milch hervorragend vertrage.

Also, Kopf hoch.

Michael

info [at] allergico [dot] net
www.allergico.net

Beitrag vom 07.01.2006, 14:17, insgesamt 1911x gelesen
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