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Milchweiweißallergie bei vollgestillten Säugling
Beitrag von
Jojo
Mitglied seit: 07.10.2008
Jojo hat folgende Unverträglichkeiten:
 
Gesammelte Punkte: 3

Bei meinem Sohn (4 Monate) besteht laut Kinderarzt der Verdacht auf Kuhmilcheiweißallergie. Die Haut ist einwandfrei, doch er hat seit einigen Wochen schleimige Stühle und starke Blähungen. Ansonsten ist er aber sehr fröhlich und quietschfidel. Da ich voll stille und dies gerne noch bis zum 6 Monat beibehalten möchte, habe ich nun auf Anraten meines Kinderarztes meine Ernährung umgestellt und verzichte seit 11 Tagen komplett auf jegliche Milchprodukte in meiner Nahrung und auch auf Soja, da hier wohl häufig eine Kreuzallergie besteht. Trotz dieser strikten Diät meinerseits ist nach wie vor keine Besserung aufgetreten. Ich frage mich nun, ob die Ursache für die schleimigen Stühle eventuell doch eine andere ist. Er sabbert auch extrem und ich habe das Gefühl, dass die Zähne einschießen. Kann hier eventuell ein Zusammenhang bestehen? Hat jemand Erfahrungswerte wie schnell sich eine Besserung bei Verzicht auf allergene Stoffe einstellt?
Beitrag vom 07.10.2008, 22:16, insgesamt 715x gelesen
Re: Milchweiweißallergie bei vollgestillten Säugling
Beitrag von
Analena
Mitglied seit: 30.09.2008
Analena hat folgende Unverträglichkeiten:
 
Gesammelte Punkte: 6

Hallo Jojo,
meine Tochter (jetzt 5 Monate, auch voll gestillt) hatte auch vor 4 Wochen Blut im Stuhl, und die KiÄ hatte schon den Verdacht auf Kuhmilchunverträglichkeit. Ich hab daraufhin gleich auf Soja gewechselt, Blut war weg - dafür schaut ihre Haut jetzt furchtbar aus mit extremen Ausschlag, jetzt versuch ich auch Soja zu meiden. Der Stuhl war nach dem Wechsel recht bald besser, also innerhalb eines Tages. Mal sehen, wie es jetzt bei der Haut ist. Ich versuche auch, alles mögliche zu meiden, wo Milch drin ist, also Schokolade, Kuchen...was macht man nicht alles fürs Kind.
Jetzt teste ich mal Reismilch und die Produkte von MinusL - und hoffe, es wird besser.
Alles Gute!!!
Analena
Beitrag vom 08.10.2008, 12:23, insgesamt 701x gelesen
Re: Milchweiweißallergie bei vollgestillten Säugling
Beitrag von
Jojo
Mitglied seit: 07.10.2008
Jojo hat folgende Unverträglichkeiten:
 
Gesammelte Punkte: 3

Hallo Analena,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich bin inzwischen auch auf Reismilch umgestiegen, die eigentlich gar nicht so übel schmeckt. Und die Reismilchschokolade ist sogar richtig lecker. Sehr hilfreiche Einkaufstipps mit Verträglichkeitsfilter gibt es unter folgender Homepage: http://www.purenature.de/vertr.php?uin=e1162b8980b92df883d935fcfc6f34e1. Bei meinem Sohn ist der Stuhl nach wie vor unverändert. Bin inzwischen total verunsichert was ich noch essen darf. Nun habe ich gelesen, dass Milcheiweißallergiker auch häufig Hühnerei schlecht vertragen.
Euch auch alles Gute. Hoffentlich geht es Deiner Tochter bald besser
Jojo
Beitrag vom 08.10.2008, 15:18, insgesamt 695x gelesen
Re: Milchweiweißallergie bei vollgestillten Säugling
Beitrag von
Analena
Mitglied seit: 30.09.2008
Analena hat folgende Unverträglichkeiten:
 
Gesammelte Punkte: 6

Hallo Jojo,
ich war bislang immer der Meinung, meine Tochter hat die Lactoseintoleranz, aber vermutlich ist es doch auch eher das Eiweiß, das Schuld an dem Blut im Stuhl ist. Von daher sind diese MinusL (ohne Lactose) auch nichts, weil da das Eiweiß auch drin ist. Hast du schon Alternativen für Butter, Sahne, Käse gefunden? Soja ist ja auch nicht so toll, wegen der Haut meiner Tochter. Hab jetzt mal Schafskäse ausprobiert, der schmeckt ganz okay, Ziegenkäse fällt weg, nachdem ich ein Müsli (und Kaffee) mit Ziegenmilch gegessen hab. nicht gerade mein Geschmack (hab jetzt eher Sorge, ich kann nicht mal mehr in den Streichelzoo gehen wegen diesem Ziegengeruch .
Viele Grüße und Euch weiter alles Gute! Ist echt nicht so einfach, rauszukriegen, was den Kleinen jetzt genau fehlt. Und das mit dem Zahnen ist ja auch so eine Sache, was manche Kinder belastet...
Würde mich freuen, wenn du mir noch ein paar Tipps geben könntest.
Analena
Beitrag vom 09.10.2008, 11:45, insgesamt 667x gelesen
Re: Milchweiweißallergie bei vollgestillten Säugling
Beitrag von
emmy


Mitglied seit: 26.12.2007
emmy hat folgende Unverträglichkeiten:
 Zöliakie / Sprue, Laktoseintoleranz, Histaminintoleranz, Schwefeldioxidallergie
Gesammelte Punkte: 18

Liebe analene, ichwürde evt. auch noch auf Mandelmilch umsteigen..d.h. je nachdem, was besser schmeckt..Tee und Kffee mit Reismilch, bei z.B.Mais (Polenta) würde ich evt. eher Mandelmilch. Auch mit Früchten und bei Birchermüsli schmeckt Mandelmilch hervorragend. Musst Du nicht fertig kaufen, Du kannst weisses Mandelpüre mit Wasser aufschlagen. Liebe Grüsse Emmy
Beitrag vom 09.10.2008, 14:00, insgesamt 663x gelesen
Re: Milchweiweißallergie bei vollgestillten Säugling
Beitrag von
Jojo
Mitglied seit: 07.10.2008
Jojo hat folgende Unverträglichkeiten:
 
Gesammelte Punkte: 3

Hallo Analena,
ja, das mit der milcheiweiß- und sojafreien Ernährung ist wirklich nicht so einfach. Ich bin inzwischen Stammkunde beim Reformhaus, was zwar teuer ist, aber dafür wird man sehr gut beraten. Auf Käse verzichte ich komplett, da ich gelesen habe das die Milcheiweiße von Ziege und Schaf dem Kuhmilcheiweiß ähneln und daher auch bedenklich sein könnten. Als Butterersatz bin ich auf Diätmagarine umgestiegen. Es gibt eine von Becel als auch von Deli Reform, die frei von Milcheiweiß sind. Für Sahne habe ich noch keinen Ersatz gefunden, koche jetzt aber häufiger Thailändisch mit Kokosmilch. Damit kann man auch tolle Gemüse-Curry-Suppen machen. Die asiatische Küche ist überhaupt eine gute Alternative, da Milch darin grundsätzlich nicht vorkommt.
Viele Grüße & alles Gute.
Jojo
Beitrag vom 11.10.2008, 10:02, insgesamt 629x gelesen
Re: Milchweiweißallergie bei vollgestillten Säugling
Beitrag von
ravioli
Mitglied seit: 24.10.2008
ravioli hat folgende Unverträglichkeiten:
 Histaminintoleranz, Milcheiweissallergie, Hühnereiallergie, Sojaallergie, Nussallergie, Erdnussallergie
Gesammelte Punkte: 11

guten abend miteinander,

bin zwar ein bißchen spät dran mit meinem beitrag, aber ich lass mir meinen senf trotzdem nicht nehmen
meine tochter ist inzwischen 2 jahre alt und hat quasi von anfang an schwere neurodermitis. sicher ist nichts, aber wir können davon ausgehen, dass die ganze geschichte u. a. auch nahrungsinduziert ist. relativ wahrscheinlich ungünstig sind milch, soja und auf jeden fall fisch. nüsse haben wir erstmal ausgespart. und alle säurehaltigen nahrungsmittel (tomaten, zitrusfrüchte... ) sind ungünstig.
ich kann diese unsicherheit, wenn man gar nicht mehr weiß, ob alles falsch ist oder nicht total gut verstehen. zumal bluttests nicht immer zuverlässig sind und andere allergietests noch weniger. und manchmal überschneiden sich auch einflüsse... inzwischen hat sich zwar alles eingepegelt und unser erfahrungslevel ist extrem gestiegen, aber trotz allem gibts immer noch momente, um alles hinzuschmeißen. aber geht ja nicht.
und außerdem hatte das ganze bis jetzt auch viele gute seiten: meine kenntnisse über ernährung sind explosionsartig gestiegen, obwohl ich inzwischen nicht mehr stille, ernähre ich mich immer noch u. a. milch-/soja-/eiarm und fühle mich seitdem auch besser, habe seltener völlegefühl, habe nebenbei ein wenig abgenommen und bin viel seltener müde...

zum thema: wann wirkt die umstellung? gibts sicher verschiedene erfahrungen. aber grundsätzlich sollten wohl akute symptome (durchfall, blut im stuhl, schwellungen... ) kurzfristig verschwinden. aber dabei muss man auch davon ausgehen, dass oft die reaktion auf ein nahrungsmittel erst 1-3 tage später auftaucht. also müsste man dann von max. 3 tagen + einige tage für das abklingen der reaktion einrechnen.
symptome wie hautreaktionen wie z. B. trockene, gerötete stellen können geduldig sein. wochenlang. das kommt auch ein bißchen auf begleitumstände wie die hautpflege u. a. an.

als sahneersatz empfehle ich hafersahne. die ist echt schön dickflüssig und schmeckt neutral. die gibts in so kleinen viereckigen tetrapacks im biomarkt. leider nicht überall, weil oft nur sojaprodukte überwiegen (gibt meist nur sojasahne, aber die gibts auch z. b. bei real, genau wie reismilch natur)
kokosmilch kann ich auch nur empfehlen, zumal diese auch recht gesund ist. allerdings muss man selbst und dann natürlich auch das kind den geschmack mögen.

jetzt fällt mir immer mehr ein, aber dann komme ich - glaube ich - vom hundertsten ins tausende. alles in allem, sollte man sich glaub ich generell umstellen und nicht einfach versuchen alles lieb gewonnene zu ersetzen. dabei kann man nur gewinnen und ist nur halb so verzweifelt.

viola
Beitrag vom 24.10.2008, 20:36, insgesamt 533x gelesen
Symptom schon bei kleinsten Mengen??
Beitrag von
Analena
Mitglied seit: 30.09.2008
Analena hat folgende Unverträglichkeiten:
 
Gesammelte Punkte: 6

Hallo Viola,
finde ich super, dass du deinen "Senf" dazugibst, eben auch von einer Mama, die das jetzt schon mal hinter sich hat. Ich hab jetzt meine (und z.T. die meiner Familie) auch total umgestellt. Hin und wieder gibt´s aber doch mal wieder so kleine Ausrutscher, dass ich z.B. die Sahnesauce meiner Männer doch noch mal abschmecke, oder ich baer auch mal 2 Mini-Kügelchen Zartbitterschokolade esse (aber wohl mit Butterreinfett) und meine Kleine hat wieder (kaum sichtbar, aber ich schau eben jetzt immer ganz genau hin) Blut im Stuhl. Kann das sein? Mittlerweile befürchte ich schon, dass sie irgendwas anderes hat, aber ansonsten geht´s ihr ja gut. Hast du dann während der Stillzeit auch auf andere Nahrungsmittel verzichtet? Hat dein Kleiner/deine Kleine einen Allergietest gemacht? Wie haben bis jetzt noch gar nichts gemacht, ich glaub auch, weil die Ärztin meinte, dass man da viel Blut bräuchte und das wäre noch nicht so leicht.
Hat dein Kind jetzt noch die Kuhmilchallergie oder ist sie weg?
Viele Grüße
analena
Beitrag vom 01.11.2008, 19:49, insgesamt 477x gelesen
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